Spiced Rum

Ob weiß, golden oder dunkel gelagert – Rum bringt die Sonne ins Glas. Mit seinen Noten von Melasse, Vanille und tropischen Früchten ist er unverzichtbar für Tiki-Drinks und Klassiker.

Rezepte1
KategorieZutat

Geschichte & Herkunft

"Eng verknüpft mit dem Zuckerrohranbau in der Karibik, wurde Rum im 17. Jahrhundert zur ersten globalen Handelspirituose. Er prägte die Goldene Ära der Tiki-Kultur in den 1940er Jahren."

💡Pro Tip

Weiße Rums für Frische (Daiquiri), dunkle oder gelagerte Rums für Tiefe und Aroma (Mai Tai).

Kurioses

Früher war Rum Teil der täglichen Ration für Seeleute in der Royal Navy.

Rezepte mit Spiced Rum

Orange Push-up
~22% Vol.· Stark
Klassiker
Rum

Orange Push-up

Orange Push-upEin amerikanischer Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber immerhin einer mit klarer, nachvollziehbarer Rezeptur und einem Namen, der sich erklären lässt.Der Name„Orange Push-Up" ist in den USA eine Tiefkühl-Süßigkeit: ein Eis am Stiel in einer Papphülse, das man von unten hochschiebt – Orangensorbet mit einem Vanille-Eiskern. Ein Kindheitsprodukt, vergleichbar mit dem, was hierzulande ein Capri-Eis oder ein Twinni ist. Der Drink zitiert dieses Geschmacksbild.Ein ehrlicher Einwand dazu: Mehrere Rezeptseiten beschreiben den Drink als „cremig" und „nostalgisch". Das gibt die Zutatenliste nicht her – es ist weder Sahne noch Vanille noch Milch enthalten. Der Bezug zum Namensgeber ist die Farbe und die Orangenrichtung, nicht der Geschmack. Wenn du darüber schreibst, würde ich „cremig" nicht übernehmen.Das RezeptDer Eintrag in TheCocktailDB, aus dem deine Liste vermutlich stammt:4,5 cl Spiced Rum (1,5 oz)1,5 cl Grenadine (0,5 oz)12 cl Orangensaft (4 oz)1 Spritzer Sour MixZubereitung: Die Spirituosen im Mixer verrühren, eine halbe Schaufel Eis dazugeben und mixen. Serviert im Hurricane-Glas, garniert mit Orangenscheibe und Cocktailkirsche als „Flag" (beides zusammen auf einen Spieß gesteckt).Zwei Anmerkungen zur Quelle: Die Anweisung „combine liquors" (Plural) passt nicht – es ist nur eine Spirituose im Rezept. Und der Zusatz „So good it will melt in your mouth!!!" macht deutlich, dass es sich um eine Nutzereinsendung handelt, nicht um eine redaktionell geprüfte Rezeptur.Zum Sour MixDie einzige Zutat, die in Deutschland Probleme macht. Sweet & Sour Mix ist ein US-Barprodukt: eine Fertigmischung aus Zitronen- und Limettensaft mit Zucker, ungefähr im Verhältnis 1:1. In amerikanischen Bars steht das Zeug in der Spritzpistole, hierzulande ist es kaum verbreitet.Ersetzen lässt es sich problemlos: gleiche Teile frischer Zitronensaft und Zuckersirup. Bei einem „Spritzer" reden wir über etwa 1 cl – also je 0,5 cl. Frisch angesetzt schmeckt das ohnehin deutlich besser als die Fertigmischung.Charakter und Einordnung4,5 cl Rum auf rund 15 cl Flüssigkeit – das ist ein milder, saftbetonter Drink, gemixt und schaumig, mit deutlicher Grenadine-Süße. Der Spiced Rum bringt Vanille- und Gewürznoten mit, die als einzige Zutat überhaupt in die Richtung des Namensgebers gehen. Der Spritzer Sour Mix ist der einzige Gegenpol zur Süße und knapp bemessen; ich würde ihn eher großzügiger dosieren.Handwerklich ist das eine Frozen-Variante des Screwdriver-Prinzips – Spirituose plus Orangensaft, mit Grenadine gefärbt. Kein Klassiker, aber unkompliziert und funktionierend.Die VariantenUnter ähnlichen Namen laufen zwei weitere Drinks:Orange Push-Up #2: 3 cl Vanillewodka, 9 cl Ananassaft, 9 cl Orangensaft, ein Spritzer Grenadine, geschüttelt. Der Vanillewodka trifft den Namensgeber tatsächlich besser als der Spiced Rum des Originals.Push Up (ohne „Orange"): 15 cl Zitronenlimonade, 15 cl Orangensaft, 6 cl Wodka, ein Spritzer Grenadine, direkt im Glas über Eis gebaut. Limonade und Saft zuerst mischen, dann den Wodka einrühren, zuletzt die Grenadine.

2 Min.Highball
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