
Zeit
2 Min.
Level
Einfach
Glas
Tumbler
Eis
Großer Eisblock
Geschmacksprofil & Sensorik
Ein cremiger Orangendrink, der seine gesamte Bekanntheit einem einzigen Filmzitat verdankt – und dessen Name älter ist als der Cocktail selbst.
Das Rezept
Der Orange Whip ist ein süßer Cocktail aus Rum, Wodka, Sahne und Orangensaft. Üblicherweise wird er wie ein Milchshake schaumig aufgemixt und über Eis in ein Collins-Glas gegossen.
Die Mengen laut derselben Quelle:
- 12 cl Orangensaft (4 Teile)
- 3 cl Rum (1 Teil)
- 3 cl Wodka (1 Teil)
- 6 cl Sahne (2 Teile)
Zubereitung:
Kurz mit dem Stabmixer aufmixen, dann über Eis geben und umrühren. Alternativ – und für die meisten Heimbars praktikabler – lässt sich der Drink auch einfach kräftig im Shaker schütteln, rund 15 bis 20 Sekunden, und dann über frisches Eis ins Glas abseihen. Die Schaumkrone wird dabei etwas feiner und weniger dicht als beim Mixen.
Manche Varianten ergänzen Triple Sec oder mixen ein paar Eiswürfel mit, was den Drink Richtung Slush verschiebt. Ich würde beim Rezept ohne Eis im Mixer bleiben – sonst verwässert er, bevor er im Glas ist.
Der Name kam zuerst
Interessant an diesem Drink: „Orange Whip" wurde auch als Markenname für alkoholfreie Getränke verwendet. In den 1950er-Jahren vertrieb die Tropical Fruit Company ein „Orange Whip"-Konzentrat für die Getränketheke. Die Schauspielerin und Pin-up-Ikone Jeanne Carmen wurde damals einmal zur „Miss Orange Whip" gekürt. Beim US-Patent- und Markenamt sind verschiedene Anmeldungen für die Marke „Orange Whip" verzeichnet, für Getränke und für eine Saftladen-Kette. Der Name existierte also als alkoholfreies Produkt, bevor er zu einem Cocktail wurde.
Der Filmauftritt
Nach dem Erscheinen von „The Blues Brothers" erlebte der Drink ein Comeback. Im Film besucht Jakes Bewährungshelfer Burton Mercer – gespielt von John Candy – das entscheidende Benefizkonzert, um Jake und Elwood zu verhaften. Dort fragt er in die Runde, wer einen Orange Whip wolle, wiederholt es zweimal und bestellt dann kurzerhand drei davon. Die Szene ist bis heute das, woran der Drink hängt.
Eine Korrektur, die häufig nötig ist: Zahlreiche Rezeptseiten schreiben die Szene der Figur „Mr. Fabulous" zu. Das ist falsch – John Candy spielt den Bewährungshelfer Burton Mercer. Mr. Fabulous ist eine andere Figur im selben Film. Wenn du die Anekdote verwendest, lohnt sich die richtige Zuordnung.
Es kursiert außerdem die Erzählung, die Bestellung sei eine Anspielung auf einen Bekannten Candys aus dem Umfeld der Kette Orange Julius gewesen. Selbst die Quelle, die das anführt, bezeichnet es ausdrücklich als Gerücht – ich würde es entsprechend kennzeichnen oder weglassen.
Charakter
Im Kern ein alkoholischer Orange Julius – jenes amerikanische Standgetränk aus Orangensaft, Milch und Zucker, schaumig aufgemixt. Die Sahne macht den Drink weich und mildert die Säure des Orangensafts; Rum und Wodka bringen zusammen 6 cl auf rund 24 cl Gesamtvolumen, was ihn vergleichsweise mild macht.
Geschmacklich landet er nah bei Creamsicle und Orange Push-up – also bei jener Gruppe von Drinks, die das amerikanische Orange-Vanille-Eis am Stiel imitieren. Anders als beim Orange Push-up sind hier allerdings tatsächlich Milchprodukte enthalten, sodass der cremige Eindruck nicht nur behauptet ist.
Ein praktischer Hinweis: Sahne und Orangensaft sind eine heikle Kombination – die Säure kann die Sahne ausflocken lassen. Das Risiko sinkt, wenn beide Zutaten gut gekühlt sind und der Drink zügig getrunken wird. Wer sichergehen will, nimmt Sahne mit höherem Fettanteil; die ist stabiler als fettarme Varianten.
Zutatenliste
Zubereitungsschritte
Zutaten über Eis gießen und umrühren.
"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."
Ein cremiger Orangendrink, der seine gesamte Bekanntheit einem einzigen Filmzitat verdankt – und dessen Name älter ist als der Cocktail selbst.
Das Rezept
Der Orange Whip ist ein süßer Cocktail aus Rum, Wodka, Sahne und Orangensaft. Üblicherweise wird er wie ein Milchshake schaumig aufgemixt und über Eis in ein Collins-Glas gegossen.
Die Mengen laut derselben Quelle:
- 12 cl Orangensaft (4 Teile)
- 3 cl Rum (1 Teil)
- 3 cl Wodka (1 Teil)
- 6 cl Sahne (2 Teile)
Zubereitung:
Kurz mit dem Stabmixer aufmixen, dann über Eis geben und umrühren. Alternativ – und für die meisten Heimbars praktikabler – lässt sich der Drink auch einfach kräftig im Shaker schütteln, rund 15 bis 20 Sekunden, und dann über frisches Eis ins Glas abseihen. Die Schaumkrone wird dabei etwas feiner und weniger dicht als beim Mixen.
Manche Varianten ergänzen Triple Sec oder mixen ein paar Eiswürfel mit, was den Drink Richtung Slush verschiebt. Ich würde beim Rezept ohne Eis im Mixer bleiben – sonst verwässert er, bevor er im Glas ist.
Der Name kam zuerst
Interessant an diesem Drink: „Orange Whip" wurde auch als Markenname für alkoholfreie Getränke verwendet. In den 1950er-Jahren vertrieb die Tropical Fruit Company ein „Orange Whip"-Konzentrat für die Getränketheke. Die Schauspielerin und Pin-up-Ikone Jeanne Carmen wurde damals einmal zur „Miss Orange Whip" gekürt. Beim US-Patent- und Markenamt sind verschiedene Anmeldungen für die Marke „Orange Whip" verzeichnet, für Getränke und für eine Saftladen-Kette. Der Name existierte also als alkoholfreies Produkt, bevor er zu einem Cocktail wurde.
Der Filmauftritt
Nach dem Erscheinen von „The Blues Brothers" erlebte der Drink ein Comeback. Im Film besucht Jakes Bewährungshelfer Burton Mercer – gespielt von John Candy – das entscheidende Benefizkonzert, um Jake und Elwood zu verhaften. Dort fragt er in die Runde, wer einen Orange Whip wolle, wiederholt es zweimal und bestellt dann kurzerhand drei davon. Die Szene ist bis heute das, woran der Drink hängt.
Eine Korrektur, die häufig nötig ist: Zahlreiche Rezeptseiten schreiben die Szene der Figur „Mr. Fabulous" zu. Das ist falsch – John Candy spielt den Bewährungshelfer Burton Mercer. Mr. Fabulous ist eine andere Figur im selben Film. Wenn du die Anekdote verwendest, lohnt sich die richtige Zuordnung.
Es kursiert außerdem die Erzählung, die Bestellung sei eine Anspielung auf einen Bekannten Candys aus dem Umfeld der Kette Orange Julius gewesen. Selbst die Quelle, die das anführt, bezeichnet es ausdrücklich als Gerücht – ich würde es entsprechend kennzeichnen oder weglassen.
Charakter
Im Kern ein alkoholischer Orange Julius – jenes amerikanische Standgetränk aus Orangensaft, Milch und Zucker, schaumig aufgemixt. Die Sahne macht den Drink weich und mildert die Säure des Orangensafts; Rum und Wodka bringen zusammen 6 cl auf rund 24 cl Gesamtvolumen, was ihn vergleichsweise mild macht.
Geschmacklich landet er nah bei Creamsicle und Orange Push-up – also bei jener Gruppe von Drinks, die das amerikanische Orange-Vanille-Eis am Stiel imitieren. Anders als beim Orange Push-up sind hier allerdings tatsächlich Milchprodukte enthalten, sodass der cremige Eindruck nicht nur behauptet ist.
Ein praktischer Hinweis: Sahne und Orangensaft sind eine heikle Kombination – die Säure kann die Sahne ausflocken lassen. Das Risiko sinkt, wenn beide Zutaten gut gekühlt sind und der Drink zügig getrunken wird. Wer sichergehen will, nimmt Sahne mit höherem Fettanteil; die ist stabiler als fettarme Varianten.
Häufige Fragen
Wie schmeckt ein Orange Whip?
Der Orange Whip schmeckt angenehm süßlich und intensiv fruchtig und kräftig im Geschmack.
Wie stark ist ein Orange Whip?
Ja, der Orange Whip ist ein eher starker Cocktail mit höherem Alkoholgehalt. Genießen Sie ihn verantwortungsvoll.
Community Reviews
Reviews0
Noch keine Bewertungen. Sei der Erste!
Weitere Klassiker entdecken

Orange Rosemary Collins
Orange Rosemary CollinsEin moderner Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber anders als bei den Zufallsfunden der letzten Einträge ist er handwerklich sinnvoll gebaut und folgt einem klaren, alten Bauprinzip. Er ist eine Variation des Tom Collins.Die Collins-FamilieDer Tom Collins ist einer der ältesten Longdrink-Klassiker: Gin, Zitronensaft, Zuckersirup, mit Soda aufgefüllt, im hohen Glas über Eis. Die Collins-Formel ist im Grunde ein Sour, verlängert mit Kohlensäure – und sie ist so robust, dass sie sich beliebig abwandeln lässt. Genau das passiert hier: Der Orange Rosemary Collins ersetzt einen Teil der Zitrone durch Orangensaft und den neutralen Zuckersirup durch Rosmarinsirup.Die ZutatenÜber alle gefundenen Quellen hinweg besteht der Drink aus:Gin (London Dry)frischer Orangensaftfrischer ZitronensaftRosmarinsirupSoda zum AuffüllenRosmarinzweig und Orangenzeste als GarniturZu den Mengen muss ich ehrlich sein: Eine verbindliche Spezifikation habe ich nicht gefunden. Die Quellen – darunter eine Rezeptseite eines großen Spirituosenkonzerns – beschreiben durchgängig nur den Ablauf, nicht die Zentiliter. Andere Treffer waren automatisch generierte Rezeptseiten mit inhaltsleeren Anweisungen wie „Spirituosen ins Glas geben und zu gleichen Teilen mit den Mixern auffüllen", was bei diesem Drink schlicht falsch ist.Wenn du eine Spezifikation brauchst, würde ich sie nach Collins-Logik ansetzen:5 cl Gin3 cl Orangensaft2 cl Zitronensaft2 cl RosmarinsirupSoda zum AuffüllenDas ist meine Ableitung aus dem Collins-Grundgerüst, nicht die überlieferte Rezeptur – das solltest du im Text kenntlich machen, falls du es übernimmst.Die ZubereitungGin, Orangensaft, Zitronensaft und Rosmarinsirup mit Eis in den Shaker, kräftig durchschütteln, bis er außen beschlägt, und in ein gekühltes, mit frischem Eis gefülltes Collins-Glas abseihen. Mit Soda auffüllen und einmal vorsichtig von unten nach oben durchrühren, damit sich der Drink verbindet, ohne die Kohlensäure zu vertreiben. Garnitur: ein Rosmarinzweig und eine Orangenzeste. Beides gehört zum Drink, nicht zur Deko – Rosmarin wirkt fast ausschließlich über den Geruch, und die Zeste liefert die Orangenöle, die im Saft nicht enthalten sind. Wer den Rosmarinzweig vorher kurz zwischen den Handflächen anklatscht, setzt die Öle frei. Rosmarinsirup selbst machenDie einzige Zutat, die man nicht kaufen kann. Eine konkrete Anleitung aus den Quellen: 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Wasser und 3–4 Rosmarinzweige in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Anschließend ziehen lassen und abseihen. Praktischer Hinweis: Rosmarin gibt sein Aroma schnell und dann zunehmend harzig ab. Zehn bis fünfzehn Minuten Ziehzeit nach dem Abkühlen reichen meist; wer die Zweige über Nacht drin lässt, bekommt einen Sirup, der eher an Nadelbaum als an Kraut erinnert. Im Kühlschrank hält er etwa zwei Wochen.CharakterZitrusbetont und spritzig mit einer krautig-harzigen Note darunter. Der Orangensaft bringt Süße und Rundheit, die Zitrone die Schärfe, der Rosmarin verhindert, dass das Ganze zu einem simplen Fruchtdrink wird. Ein London Dry mit deutlicher Wacholdernote harmoniert gut mit dem Rosmarin – beide sind nadelig-harzig und verstärken sich gegenseitig.Am Ende ein Aperitif-Longdrink, unkompliziert und alltagstauglich. Kein Klassiker, aber – anders als vieles andere auf deiner Liste – ein Drink, der sauber konstruiert ist und funktioniert.

Orange Push-up
Orange Push-upEin amerikanischer Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber immerhin einer mit klarer, nachvollziehbarer Rezeptur und einem Namen, der sich erklären lässt.Der Name„Orange Push-Up" ist in den USA eine Tiefkühl-Süßigkeit: ein Eis am Stiel in einer Papphülse, das man von unten hochschiebt – Orangensorbet mit einem Vanille-Eiskern. Ein Kindheitsprodukt, vergleichbar mit dem, was hierzulande ein Capri-Eis oder ein Twinni ist. Der Drink zitiert dieses Geschmacksbild.Ein ehrlicher Einwand dazu: Mehrere Rezeptseiten beschreiben den Drink als „cremig" und „nostalgisch". Das gibt die Zutatenliste nicht her – es ist weder Sahne noch Vanille noch Milch enthalten. Der Bezug zum Namensgeber ist die Farbe und die Orangenrichtung, nicht der Geschmack. Wenn du darüber schreibst, würde ich „cremig" nicht übernehmen.Das RezeptDer Eintrag in TheCocktailDB, aus dem deine Liste vermutlich stammt:4,5 cl Spiced Rum (1,5 oz)1,5 cl Grenadine (0,5 oz)12 cl Orangensaft (4 oz)1 Spritzer Sour MixZubereitung: Die Spirituosen im Mixer verrühren, eine halbe Schaufel Eis dazugeben und mixen. Serviert im Hurricane-Glas, garniert mit Orangenscheibe und Cocktailkirsche als „Flag" (beides zusammen auf einen Spieß gesteckt).Zwei Anmerkungen zur Quelle: Die Anweisung „combine liquors" (Plural) passt nicht – es ist nur eine Spirituose im Rezept. Und der Zusatz „So good it will melt in your mouth!!!" macht deutlich, dass es sich um eine Nutzereinsendung handelt, nicht um eine redaktionell geprüfte Rezeptur.Zum Sour MixDie einzige Zutat, die in Deutschland Probleme macht. Sweet & Sour Mix ist ein US-Barprodukt: eine Fertigmischung aus Zitronen- und Limettensaft mit Zucker, ungefähr im Verhältnis 1:1. In amerikanischen Bars steht das Zeug in der Spritzpistole, hierzulande ist es kaum verbreitet.Ersetzen lässt es sich problemlos: gleiche Teile frischer Zitronensaft und Zuckersirup. Bei einem „Spritzer" reden wir über etwa 1 cl – also je 0,5 cl. Frisch angesetzt schmeckt das ohnehin deutlich besser als die Fertigmischung.Charakter und Einordnung4,5 cl Rum auf rund 15 cl Flüssigkeit – das ist ein milder, saftbetonter Drink, gemixt und schaumig, mit deutlicher Grenadine-Süße. Der Spiced Rum bringt Vanille- und Gewürznoten mit, die als einzige Zutat überhaupt in die Richtung des Namensgebers gehen. Der Spritzer Sour Mix ist der einzige Gegenpol zur Süße und knapp bemessen; ich würde ihn eher großzügiger dosieren.Handwerklich ist das eine Frozen-Variante des Screwdriver-Prinzips – Spirituose plus Orangensaft, mit Grenadine gefärbt. Kein Klassiker, aber unkompliziert und funktionierend.Die VariantenUnter ähnlichen Namen laufen zwei weitere Drinks:Orange Push-Up #2: 3 cl Vanillewodka, 9 cl Ananassaft, 9 cl Orangensaft, ein Spritzer Grenadine, geschüttelt. Der Vanillewodka trifft den Namensgeber tatsächlich besser als der Spiced Rum des Originals.Push Up (ohne „Orange"): 15 cl Zitronenlimonade, 15 cl Orangensaft, 6 cl Wodka, ein Spritzer Grenadine, direkt im Glas über Eis gebaut. Limonade und Saft zuerst mischen, dann den Wodka einrühren, zuletzt die Grenadine.
